Die Anwendung der Rechtsnormen und bankaufsichtsrechtlichen Vorgaben für die Bildung von Kreditnehmereinheiten scheinen nicht immer leicht durchschaubar und realisierbar zu sein. Die Vielzahl von Anfragen, die beim Prüfungsdienst Grundsatzfragen des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes eingehen, legt dies nahe.

Um ein Grundverständnis für den Gesamtthemenkomplex zu schaffen, werden eingangs die Rechtsvorschriften und bankaufsichtsrechtlichen Vorgaben mit den Möglichkeiten ihrer Umsetzung vorgestellt. Dabei geht es insbesondere um die Problematik der Risikoerkennung aufgrund notwendiger Zusammenrechnungen.
Das Thema Aufstellung der Arbeitsvorgänge und Entscheidungssituationen verdeutlicht, warum die richtige Einschätzung zur Bildung von Kreditnehmereinheiten so wichtig ist und unterstreicht den Stellenwert dieser Thematik in der Praxis. Der Exkurs zu den Auswirkungen der Bildung von Kreditnehmereinheiten auf den Organkreditbereich untermauert die Aussage, dass eine Kreditnehmereinheit nicht erst durch Kreditgewährung entsteht.
Die Bearbeitung von Beispielen stellt sicher, dass die Teilnehmer im Arbeitsalltag selbstständig potenzielle Zusammenfassungstatbestände identifizieren und einfache sowie komplexe Fälle zu korrekten Kreditnehmereinheiten zusammenfassen können.


Der Referent Martin Allinger, Spezialist aus dem Bereich Bankbetriebswirtschaft/Bankaufsichtsrecht des Baden-Württembergischen Genossenschaftsverbandes, arbeitet daher durchweg praxisorientiert an Fallbeispielen. Neben den Fachinformationen und der Methodik vermittelt er auch eine Vielzahl von Umsetzungsanregungen. Die praktische Umsetzung der DV-Arbeitsschritte wird durch den Referenten der FIDUCIA IT AG, Josef Zepf übernommen.

Themenschwerpunkte

  • Bildung von Unterordnungs- und Gleichordnungskonzern
  • Personenhandelsgesellschaften/Partnerschaften und Gesellschaften bürgerlichen Rechts
  • Ehegattenkredite/Ehegattenkonzerne sowie Zweck- und Wirtschaftsgemeinschaften
  • Zusammenrechnungen, z.B. aufgrund "wirtschaftlicher Abhängigkeit" und Sonderfälle, wie z.B. Strohmannkredit
  • Unterschiede bei der Bildung von Kreditnehmereinheiten nach § 19 Abs. 2 KWG zur Gruppe verbundener Kunden nach Art. 4 Abs. 1 Nr. 39 CRR für den Groß- und Millionenkreditbereich
  • neue Kreditnehmereinheiten nach § 19 Abs. 3 KWG für den Organkreditbereich sowie bei der Offenlegung wirtschaftlicher Verhältnisse nach § 18 KWG
  • Praktische Umsetzung der EDV-Arbeitsschritte

Zielsetzung/Nutzen

Sie gewinnen mehr Transparenz in der Umsetzung der Rechtsnormen sowie Sicherheit in der Durchführung ihrer Aufgaben und erlangen Umsetzungsanregungen. Sie steigern ihre Arbeitseffizienz.

Zielgruppe

Bankmitarbeiter aus den Bereichen Marktunterstützung Aktiv und Passiv Privat-/Firmenkundengeschäft, Privatkunden-/FirmenkundenBeratung, -betreuung und alle Mitarbeiter, für die dieses Thema relevant ist.

Hinweise

Als Trainer fungieren Martin Allinger, Baden-Württembergischer Genossenschaftsverband e.V. und Josef Zepf, Fiducia & GAD IT AG.