Raubüberfälle auf Filialen von Kreditinstituten werden glücklicherweise weniger, bleiben leider aber noch eine Realität, auf die Sie sich als Kreditinstitut vorzubereiten haben. Hierzu sind Sie nach der UVV-Überfallprävention §20 (1) verpflichtet. Wie ist Ihr Haus auf solch einen bedrohlichen Zwischenfall und den Schock danach vorbereitet? Gerade in der ersten Phase direkt nach dem Überfall kann man viel falsch, aber auch vieles richtig machen. Professionelle Betreuung von extern allerdings steht für die Zeit direkt danach nicht gleich zur Verfügung. Gut, wenn es bankintern einen Notfallplan und hierzu Unterstützung gibt. Noch besser, wenn diese benannten Mitarbeiter auf den Ernstfall richtig vorbereitet sind – z.B. durch die Ausbildung zum Psychologischen Ersthelfer.

Themenschwerpunkte

  • Einführung, Erwartungen, Grundbegriffe
  • Grundlagen: Stress
  • Grundlagen: Kommunikation
  • Praxis: CISM - Critical Incident Stress Management
  • Psychische Erste Hilfe bei Raubüberfällen: Basisregeln
  • Psychische Erste Hilfe: Hilfsmittel zur Krisenbewältigung
  • Diskussion, Ausblick (Supervision, Coaching)
  • Meldung eines Überfalls an die Berufsgenossenschaft

Zielsetzung/Nutzen

Die Teilnehmer werden in Kooperation mit einem erfahrenen Trauma-Psychologen auf das Krisenmanagement nach einem Banküberfall vorbereitet.

Zielgruppe

Psychologische Ersthelfer, die als solche in den Banken benannt worden sind oder noch benannt werden sollen, gemäß DGUV Regel 115-003 „Überfallprävention in Kreditinstituten“ in Verbindung mit der DGUV Information 206-017 „Gut vorbereitet für den Ernstfall! - Mit traumatischen Ereignissen im Betrieb umgehen“; Vertrauenspersonen, Betriebsräte, Personalreferenten

Hinweise

Das "Vertiefungsseminar Psychologische Ersthelfer" nach ca. 2 Jahren ist Teil der Ausbildung zum Psychologischen Ersthelfer. Das Vertiefungsseminar ist aber separat zu buchen. Mit der Teilnahme am Ausbildungsseminar kann der Ersthelfer benannt werden.