Obwohl bereits zum 1. Juli 2010 gesetzlich eingeführt, bietet das Pfändungsschutzkonto (P-Konto) nach wie vor Anlass für teilweise kontroverse Diskussionen in der Literatur und obergerichtlichen Rechtsprechung, welche teilweise erhebliche Auswirkungen auf die Bankpraxis haben.

Wegen des anhaltend großen Interessesan diesem Themabieten wir auch in diesem Jahr den Workshop Pfändungsschutzkonto (P-Konto)
an.

In diesem Workshop erarbeiten die Teilnehmer anhand typischer Fallkonstellationen mit dem Referenten - Rainer Hock, Dozent an der Fachhochschule Schwetzingen - Hochschule für Rechtspflege, die aktuelle rechtliche Lage rund um das P-Konto (inkl. aller aktueller Gesetzesänderungen wie etwa die Anpassung des Sockelfreibetrages) und besprechen die praktische Handhabung. Ein intensiver Erfahrungsaustausch sichert den Anwendungsbezug und vermittelt Umsetzungsimpulse.

Themenschwerpunkte

Fallbeispiele und Übungen in betreuten Kleingruppen insbesondere zu folgenden Themen:
  • Entstehung des P-Kontos (insb. bei debitorischem Girokonto, Umwandlung bei gepfändetem Gemeinschaftskonto, Rückwirkung der Umwandlung)
  • Sockelfreibetrag des Schuldners
  • Disposition bei mehreren Zahlungseingängen pro Kalendermonat (Moratorien)
  • notwendige Veranlassungen bei gesetzlicher Anpassung des Sockelfreibetrages
  • Aufstockung wegen gesetzlicher Unterhaltspflichten
  • Aufstockung wegen Entgegennahme von Sozialleistungen
  • Probleme rund um die Bescheinigung nach 850k Abs. 5 ZPO
  • Disposition bei individueller Festlegung des Freibetrags durch das Vollstreckungsgericht
  • Verrechnungsverbot mit Sozialgeldleistungen und Kindergeld

Zielsetzung/Nutzen

Sie kennen die rechtliche Lage zum P-Konto, dessen Handhabung und sind in der Lage, Pfändungen von Kontoguthaben nach der aktuellen Gesetzeslage zu bearbeiten.

Zielgruppe

Bankmitarbeiter, in deren Aufgabengebiet das P-Konto fällt.