Zeitmanagement 4.0
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Es hört sich immer alles so einfach an, wenn von der Führungsarbeit der Zukunft gesprochen wird: mehr Vertrauen, weniger Kontrolle; agile Methoden anstelle von langfristiger Planung und Analyse; Vernetzung und geteiltes Wissen versus Silodenken und Wissenskonzentration; selbstständige, gut funktionierende Teams mit partizipativer Führungskultur. Der Mehrwert dieser Szenarien ist einleuchtend und die Methodenwelt des agilen Arbeitens vielseitig, aber Hand aufs Herz: Wem ist die Aufbruchsstimmung in die neuen Führungswelten nicht schon durch die Umsetzungsrealität vergangen?   

„Realität“ und „Umsetzung“ sind die beiden Problemwörter bei der Einführung transformativer Prozesse in Organisationsstrukturen. Bereits die so unscheinbar anmutende Frage „Wo und mit wem beginne ich in welchem Projekt“ stellt häufig die erste große Hürde oder gar den Grund des Scheiterns dar, denn nichts schadet der neuen Form des Arbeitens so sehr wie konfuse Ansätze ohne Ziel und das entsprechende Know-how. Sobald Mitarbeiter und Teams das Gefühl haben, von einem Stand-Up-Meeting zum nächsten zu taumeln, sich maximal auf den verschiedensten Plattformen zu vernetzen, aber keine sichtbaren Resultate damit zu erzielen und agile Methoden zwar anzuwenden, jedoch nie über den Prototyp hinauszukommen, macht sich Unmut breit. Zu Recht, aber gleichzeitig auch zum Schaden für die Organisation, denn die mit Sicherheit vorhandenen Potenziale von Motivation, Kreativität und Veränderungswille bleiben so weiterhin ungenutzt.

Zeit also, sich als Führungskraft auf den Ariadnefaden im Labyrinth zu besinnen. Er steht in diesem Kontext stellvertretend für die Fähigkeit, den konzeptionellen Überblick zu behalten, das jeweilige Endziel nicht aus den Augen zu verlieren und – sollte man doch einmal unglücklich abgebogen sein – wieder einen Schritt zurückmachen und nochmals beginnen zu können, Stichwort: Fehlertoleranz. Eine Vorgehensweise und Position, die sehr gut geeignet ist, um den Faden bereits zu Beginn gleichmäßig abzurollen, in jede Richtung offen, aber zugleich fokussiert zu sein, ist die Rolle eines agilen Coaches. Der Coaching-Ansatz als solches erfüllt ohnehin viele Forderungen moderner und zukünftiger Führung: Abgeben von mehr Verantwortung an die Mitarbeiter, jedoch parallel begleitend und – wo notwendig – korrigierend zur Seite zu stehen, Richtungen vorgeben und auf das große Ganze hinarbeiten, transparent kommunizieren und Feedback geben, eine wertschätzende Kultur auf Augenhöhe leben, Konflikte konstruktiv lösen, Empathie einsetzen, aber auch in der richtigen Situation Klartext reden und Entscheidungen herbeiführen. Kombiniert man diese Aspekte mit einem profunden Wissen über den professionellen Einsatz von agilen Methoden bzw. Frameworks, entsteht eine Funktion, die nicht nur hervorragend dazu geeignet ist, sanft aber bestimmt die Unternehmenskultur in partizipative Richtungen zu lenken, sondern auch Innovation und Produktionsgeschwindigkeit positiv zu beeinflussen. Nimmt darüber hinaus eine Führungskraft des Mittleren Managements diese Position ein, kann sie aufgrund ihres Wirkungsradius zugleich zwischen den Unternehmensebenen aktiv werden und vermitteln.

Schön und gut, aber Moment, gab es da nicht noch ein Problem („Monster“) im Labyrinth? Richtig, die Gefahr der Umsetzung in die Arbeitsrealität. Sie kann nur dann aktiv gemanagt werden, wenn die Praxis bereits von Anfang an mitgedacht und zumindest geistig durchgespielt wurde. Genau dies ist der Anspruch unseres Zertifizierten Agilen Coaches. Er möchte Ihnen nicht nur die Gestaltungsspielräume und Hauptgesichtspunkte dieser ganz besonderen Funktion nahebringen, sondern legt einen konkreten Schwerpunkt auf den Transfer in den praktischen Alltag Ihres Unternehmens; ganz im Sinne eines Ariadnefadens mit dem Sie das Labyrinth sich transformierender Organisationsstrukturen erforschen können, ohne an der Umsetzung zu scheitern.