Zeitmanagement 4.0
BWGV-Akademie

Transparenz, ehrliches Feedback, inhaltliche Argumentation und offene Fehlertoleranz sind Forderungen, die immer deutlicher an Unternehmenskulturen gestellt werden. Die jüngeren Arbeitnehmergenerationen setzen sie bereits voraus, die älteren erwarten sie zunehmend oder werden mit ihnen konfrontiert. Bedeutet: Kommunikation auf und in verschiedensten Ebenen und Medien ist heute und zukünftig eine vielschichtige und anspruchsvolle Grundanforderung  an Führungskräfte, eine Kernkompetenz zur Gestaltung der Arbeit, des Arbeitsklimas und der Mitarbeiterbindung.


„In der zunehmend flexibilisierten und virtualisierten Arbeitswelt werden Kommunikation als Arbeitsinhalt und Kommunikationsfähigkeit als Kompetenz zu Schlüsselfaktoren wirksamer Führung.“[1] Diese Feststellung der von der Bertelsmann Stiftung initiierten Studie Zukunftsfähige Führung zeigt, dass bei tendenziell abnehmender persönlicher Präsenz der Mitarbeiter in festen Teamkonstellationen und an einem fixen Arbeitsplatz die notwendigen verbindenden Rahmungen nur noch über eine intensivierte Kommunikation auf vielen Kanälen aufrecht erhalten werden können. Diese wird „[…] zur expliziten, zeitaufwendigen Daueraufgabe, die vieles bewältigen muss: Koordination leisten, Austausch ermöglichen, Arbeitsergebnisse […] übermitteln, gemeinsame Kreativität ermöglichen, aber auch: Einbindung erreichen, das Gespräch und den Austausch nicht ins Stocken geraten lassen, […] Zugehörigkeitsgefühle erzeugen und Loyalität initiieren.“[2]

Selbst dort, wo die Präsenzen am Arbeitsplatz noch relativ hoch sind, geraten Strukturen in Bewegung und berühren dabei nicht nur die Ablösung vom klassischen Top-Down-Führen in so manchem Bereich, sondern hinterfragen von Seiten der Mitarbeiter auch die Rolle der direkten Führungskraft in immer größerem Maß. Die Vorgesetzten selbst dagegen stellen fest, dass bei dem komplexen Ziel, die Unternehmensprozesse flexibel und anpassbar an die Kundenwünsche zu halten ein Aspekt immens wichtig ist: Mitarbeiter(-teams), die eigenständig im Sinne der Firma agieren.

Beiden Interessensgruppen – Mitarbeitern und Führungskräften – bietet durchdachte Kommunikation einerseits eine Plattform für Austausch und andererseits einen persönlichen Mehrwert: Offene wechselseitige Feedbackgespräche garantieren einen produktiven Informationsaustausch und signalisieren Wertschätzung für die Meinungen der jeweiligen Gesprächspartner. Die dadurch geschaffene Vertrauensbasis erlaubt es der Führungskraft auch, Konflikten konstruktiver zu begegnen und sie möglicherweise vor einer Eskalation zu entschärfen. Durch die transparente Weitergabe von Wissen und gelebte, angemessene Fehlertoleranz wird Ideen und Innovationen der Weg bereitet. All diese kommunikativen Vorgehensweisen verlangen neben einer hohen sozialen Kompetenz einen souveränen und zugleich beziehungsorientierten Umgang mit den verschiedenen Instrumenten der Gesprächsführung.

 

Gerne unterstützen wir Sie durch unsere Seminare dabei, das aufgezeigte Potenzial der Führungskommunikation umfänglich zu nutzen.
Lassen Sie sich von unseren Veranstaltungen inspirieren, denn „Führen ist Einbinden, Befähigen, Vernetzen"[3]

 

MM503: Feedback Training für Führungskräfte

MM541: Wirkungsvoll in Kommunikation und Führung

MM529: Führung 4.0 - erfolgreich als Führungskraft in der digitalen Welt – Digital Leadership

MM406: Konfliktmanagement für Führungskräfte - der Weg zur Lösung

 

 

[1] Zukunftsfähige Führung. Die Gestaltung von Führungskompetenzen und -systemen. Birgit Gebhardt, Dr. Josephine Hofmann, Prof. Dr. Heiko Roehl; Bertelsmann Stiftung, 2015, Seite 30
[2] Ebd.
[3] Ebd.