Prüfungsberichte informativ, prägnant und effizient erstellen
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Fragen an Trainerin Beate Engler

Frau Engler, das Schreiben von Prüfungsberichten gehört zum täglichen Handwerkszeug Interner Revisoren. Warum sollten sich welche Personen von Ihrer Veranstaltung angesprochen fühlen?


Die Komplexität der Prüfungsthemen für Interne Revisoren nimmt stetig zu. Wir sind alle aufgefordert, die eigenen Arbeitsabläufe zu optimieren, um die neuen Anforderungen zu bewältigen. Die Zeit, die für das Erstellen von Prüfungsberichten zurückgestellt werden muss, fehlt an anderer Stelle für Tätigkeiten, die eine höhere Wertschöpfung ermöglichen.

Die Veranstaltung ist ideal für Ein-Personen-Revisionen und Neueinsteiger in der Revision, die zum Beispiel die Entwicklungswege abgeschlossen haben. Aber auch länger in der Revision tätige Personen profitieren von der Veranstaltung, da sie ein neues Forum zum Diskutieren und Verbessern der eigenen Prüfungsprozesse erhalten.


Was war Ihnen bei der Konzeption der Veranstaltung besonders wichtig?

Mir lag viel daran, dass der Berichtsaufbau Strukturen vorzeichnen kann, die für das Interne Kontrollsystem und das Steigern der Berichtsqualität von hoher Bedeutung sind. Wir bauen hier auch eine Brücke zur prozessorientierten Prüfung, die in Zukunft immer wichtiger werden wird. Durch die Struktur des Berichts und die Verwendung von Textbausteinen wird es möglich, eine Selbstkontrolle vorzunehmen und zu sehen, wo der Bericht noch Lücken hat.


Fragen an Teilnehmer Hubert Pfeiffer

Herr Pfeiffer, Sie sind seit 20 Jahren in der Revision tätig und kennen das dazugehörige Portfolio der BWGV-Akademie aus dem FF. Was hat Sie zu dem Besuch der Veranstaltung bewogen?

Ganz grundsätzlich ging es mir um neue Erkenntnisse für das Schreiben und Dokumentieren von Prüfungsberichten. Wissen Sie, bei all den dringenden Themen in der Revision macht man sich über dieses Thema zu wenig Gedanken. Man legt sich über die Zeit eine Struktur für den Bericht fest und dann denkt man nicht mehr viel drüber nach. Insofern habe ich mir erhofft, die eigene Berichtsstruktur zu überprüfen, die inhaltliche Qualität zu steigern und besser zu wissen, was ich an Schleifen weglassen kann, um mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

 

Warum ist dieses Thema für die professionelle Arbeit in der Internen Revision so wichtig?

Ehrlich gesagt, das Schreiben des Berichtes ist nicht immer mit Spaß verknüpft. Da versucht man schon, den Bericht schlank und präzise zu halten. Und am Ende dauert es dann doch länger, den Bericht zu schreiben als die eigentliche Prüfungshandlung. Das muss doch nicht sein, oder? In der Veranstaltung fand daher das Modell einer festen Berichtsstruktur mit Mustertextbausteinen große Akzeptanz, denn es schützt den Revisor davor, Felder zu vergessen, die sich dann die externe Revision genauer ansieht.


In wieweit wurden Ihre Erwartungen eingelöst?

Ich habe gesehen, dass mein eigenes Vorgehen schon auf einem sehr guten Stand ist und die Arbeit mit Textbausteinen der richtige Weg ist. Durch den Austausch mit anderen sind neue Ideen entstanden, mit denen ich mich jetzt beschäftige. Da gibt es durchaus Felder, bei denen ich noch etwas überarbeiten und ändern muss. Ich hatte den Eindruck, dass diejenigen Personen, die erst wenige Jahre in der Revision tätig sind, sehr viele positive neue Erkenntnisse mit nach Hause genommen haben. Für diese Personen war die Veranstaltung ideal.
Für die Zukunft hielte ich es für wichtig, noch stärker auf Erleichterungen und Verschlankungen zu schauen. Denn da können wir uns gegenseitig mit Textbausteinen helfen, um das Arbeitsvolumen zu reduzieren.