Upskilling! - mit Mobile Learning und People Analytics Lerntransfer messbar machen
ThinkstockPhotos

Wie eine App hilft, Lerntransfer im beruflichen Alltag zu schaffen
 

Von Mitarbeitern werden digitale Kompetenzen erwartet und häufig als selbstverständlich und gegeben vorausgesetzt. Der Fokus von Digitalisierungsprozessen in Unternehmen liegt weniger auf dem Kompetenzaufbau der Mitarbeiter, sondern auf dem technologischen Fortschritt und den betrieblichen Prozessen.  Mit einer “Hands-on“- Mentalität wird erwartet, dass Mitarbeiter über digitale Kompetenzen verfügen.

Insbesondere jungen Mitarbeitern und Auszubildenden werden digitale Kompetenzen zugeschrieben: es wird geappt und auf Insta geladen – gelikt und getweetet. Der Umgang mit digitalen Tools, Apps und Co. ist nur ein Teil digitaler Kompetenz. So kommt es zu einer Diskrepanz von Erwartung und tatsächlicher Leistung, die das „Upskilling“ von Kompetenzen auf den Plan ruft. Das inhärente Ziel der beruflichen Aus- und Weiterbildung ist es, junge Menschen im Erwerb von Kompetenzen zu befähigen. Dies kann zum einen mit dem Erreichen des erfolgreichen Berufsabschlusses gezeigt werden, der die höchste Stufe zum Nachweis von Kompetenzaufbau darstellt. Die Implementierung regelmäßiger Lernstandskontrollen während der Ausbildung, die zur passgenauen und gezielten individuellen Förderungen einzelner Mitarbeiter herangezogen werden ist zum anderen für die Messung von Kompetenz bedeutsam. Der Bereich People Development, oder Personalentwicklung, profitiert ebenso von dieser Entwicklung. Kennzahlenmessung und Lernerfolgskontrollen können zusammen im Bereich der People Analytics, einem Teilbereich von HR, einfließen. People Analytics ist der Erhalt von realen Daten darüber, wie Trainings Mitarbeitern helfen besser zu werden und die gelernten Inhalte im Arbeitsalltag anzuwenden.

Zwei Ziele von People Analytics:
Ursache + Wirkung = People Analystics

Es zeigt sich ein deutlicher Unterschied im Grad der Nutzung und somit der Wirkung digitaler Technologien im Unternehmen und dem Einsatz digitaler Tools in der Ausbildung. Positiv fällt im Vergleich mit vielen KMUs auf, dass immer mehr Banken eigene Ideen und Erfahrungen ihrer Auszubildenden im Bereich der Digitalisierung in die Ausbildung aufnehmen.

Bisweilen ist die Erwartungshaltung, die an junge Mitarbeiter und insbesondere Auszubildende im Umgang mit digitalen Tools gestellt wird mit zu hohen Erwartungen verbunden. Insbesondere wenn es darum geht, die digitalen Fertigkeiten mit motivationalen, volitionalen und persönlichen Aspekten in der Realisierung von Zielen und Handlungen zusammenzubringen. Die Fähigkeit zu Kompetenzerwerb und -ausbau wird als „Selbstorganisationsdisposition“ (Erpenbeck 2017) bezeichnet. Infolge wird „Upskilling“ essenziell: schon vorhandene Kompetenzen im digitalen Bereich werden durch gezielten Einsatz und Transfer in den beruflichen Alltag verknüpft mit fachlichem Know-How und dem Einsatz digitaler mobiler Lernlösungen kombiniert. Um den digitalen Wandel in vollem Umfang in die Ausbildungsaktivitäten zu inkludieren, benötigen nicht nur Genossenschaftsbanken Unterstützungsbedarf. Sie können technologische Inhalte gut in die betriebliche Ausbildung integrieren. Wenn es um die Vermittlung von Schlüsselkompetenzen geht, können zahlreiche Genossenschaftsbanken vom Know-How der bwgv-Akademie profitieren. Bei der Gestaltung der Digitalisierung sind dies die „Förderung der Selbständigkeit von Auszubildenden, die stärkere Integration von projektorientierter Ausbildung, bei der Auszubildende zunehmend selbst Inhalte erstellen“. (IW-Trends 2/2019)
 

In der Ausbildung 4.0 heißt es: interdisziplinär und selbstorganisiert.
Um eben diesen geforderten Grad an Interdisziplinarität und Selbstorganisation zu erlangen stellt sich die drängende Frage nach dem Abschluss des Seminares: wie kann das Gelernte anschließend im beruflichen Alltag umgesetzt werden? Was lange Zeit für viele Teilnehmende, aber auch Personalentwickler eine Hürde im Bereich der Aus- und Weiterbildung war, lässt sich mit Hilfe digitaler Helfer lösen. Durch kleine, clevere Lösungen aus dem Bereich des „Mobile Learnings“, dem Lernen mit und durch das Smartphone oder Tablet, lassen sich gezielt Umsetzungshilfen, Fragestellungen und Impulse aus dem Training in den beruflichen Alltag der Teilnehmer integrieren, die zu einem wirklichen Transfer in den Berufskontext führen. Im Rahmen des „next champion“ Talent-Education-Systems pilotiert die bwgv-Akademie im Bereich Ausbildung mit Deutschlands führendem Hersteller von Lernapps „Everskill“ die Umsetzung von Beratungsqualität in die Praxis. Everskill bietet neben der erfolgreichen Einführung der App in zahlreichen großen Unternehmen eine fundierte Expertise im Bereich Lernapps.

Die Teilnehmer des ersten Moduls der „next champion“ Talent-Education-Systems erhalten die Möglichkeit, sich kostenlos die Everskill Lernapp mit den zum Seminarinhalt passenden Lernzielen herunterzuladen. Im nächsten Schritt finden die Teilnehmer definierte Lernziele zum passenden Seminarinhalt vor. Ziel ist es, die eigenen Lernziele in den beruflichen Alltag zu transferieren.

In der Praxis kann dies beispielhaft so aussehen, dass die Teilnehmer sich das Ziel setzen, mit einem Kunden zwei Mal pro Woche ins Gespräch zu kommen. Die App fragt dann in vorher definierten Zeitintervallen nach, wann und wie das Gespräch stattgefunden hat, wie Gesprächsablauf und –abschluss waren. Doch nicht nur Lerntransfer und Lernstandskontrolle können mit der App erhoben werden, sondern auch die Erhaltung und Steigerung der Lernmotivation hat einen wesentlichen Bestandteil im erfolgreichen Einsatz des Mobile Learning Tools. Ähnlich wie beim Einsatz von Fitness-Apps erhalten die Teilnehmer beim Erreichen eines Teilzieles oder von Zwischenschritten Punkte, mit denen sie zum Abschluss der Lerneinheit unterschiedliche Pokale gewinnen, oder zum „Tagessieger“ erkoren werden. Mit dem Erreichen des Gesamtzieles kann individuell auf Wunsch ein Reflektionsgespräch mit dem Ausbilder und Mentor erfolgen.

Der erfolgreiche Einsatz der Lerntransferapp wird als Indikator für eine ebenso gelungene Implementierung digitaler Helfer in die betriebliche Ausbildung gesehen. Schlussendlich geht es um den Nachweis erlernter Fähigkeiten und Fertigkeiten. Die Digitalisierung ermöglicht Mitarbeitern nunmehr am Konzept des lebenslangen und selbstgesteuerten Lernens stetig teilzuhaben, schlank und schmal, überall verfügbar via App. Nun gilt es vielmehr die Mitarbeiter in den Kompetenzen des selbstorganisierten Lernens mittels Mobile Learning zu befähigen: Upskilling! Und wie immer bei Mensch-Maschine-Interaktion gilt: it’s a peoples business!
 

Interessierte Personalverantwortliche wenden sich zur Einbindung individueller Inhalte und Implementierung eigener Ziele der Lernapp sowie zu Informationen zum #digiCOACH an Katharina Küster, katharina.kuester@bwgv-akademie.de,  Telefon 0721  98 98-485