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Entschließen sich etablierte Unternehmen dazu, ihre internen Prozesse auf Maximen des New Work umzustellen, dominiert zunächst das ideale Zielbild. So soll es sein, irgendwann. Wie aber beginnen, um sich nicht im Prozessdschungel zu verlieren? Welche Methoden versprechen Erfolg?

Richtig eingesetzt und strategisch durchdacht auf den Weg gebracht, können die typischen Implikationen des New Work sehr bereichernd für ein Unternehmen sein. Der Grund: Sie zielen vor allem auf eine höhere Eigenständigkeit der Mitarbeiter, eine kreativere Arbeitsweise, größtmögliche Orientierung am Kunden und schnelle Produktentwicklung sowie eine zufriedenstellende Arbeitszeit- und Arbeitsplatzgestaltung ab. Auf den ersten Blick nur Vorteile, die jedoch mit einer spezifischen Problematik behaftet sind: So positiv sie sich zeigen, wenn sie optimal in die Unternehmenskultur eingebunden werden, so negativ gestalten sie sich ohne den berühmten roten Faden der umfassenden Prozessanpassung auf allen Ebenen. Fehlt sie, scheitert New Work unweigerlich und führt im schlimmsten Fall zu Unproduktivität und Irritationen bei den Mitarbeitern. Es gilt folglich von Beginn an ein Puzzle aus gewachsenen Strukturen zusammenzufügen und die Unternehmenskultur nachhaltig-sensibel anzupassen.

Dies obliegt den Führungskräften. Dabei sind die ersten Schritte häufig nicht gleich dem großen Entwurf geschuldet. Im Gegenteil haben einzelne Tools und Verhaltensweisen eine hohe Initialwirkung, die sich dann mit weiteren Maßnahmen optimal ergänzen lassen. Neben der unerlässlichen Selbstreflexion einer Führungskraft bezüglich der genannten Aufgaben, dem neuen Führungsstil angepassten agileren Führungsansätzen und dem Heranführen der Projektteams an Methoden agilen Arbeitens wie Scrum ist eines dieser „Tools“ der Bereich des Feedbacks. Sicher, Feedback ist nun wirklich keine neue Erfindung, ermöglicht aber in seinen modifizierten Formen (z. B. 360-Grad-Feedback) einen authentischen, transparenten und generationenübergreifenden Austausch zwischen allen am Prozess Beteiligten – Impulse und Denkanstöße inklusive.

Vor diesem Hintergrund ist es nicht überraschend, dass die Personal- und Managementberatung Kienbaum 2018 eine Studie zum Thema Feedback angeregt hat. Dirk Ruppel, Leiter der Studie, äußerte sich dazu wie folgt: „Neue Formen der Arbeit, ein zunehmend volatileres Umfeld und neue Herausforderung wie beispielsweise das erfolgreiche Managen von Ambidextrie im Unternehmen – dies alles lässt die Etablierung einer Feedback-Kultur heute wichtiger denn je erscheinen. Gleichzeitig bieten sich durch innovative technische Lösungen neue Möglichkeiten, Wahrnehmungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schnell, unkompliziert und zielführend zu erfassen. Eine Reihe von Unternehmen hat Feedback daher in den vergangenen Jahren als strategisches Thema und als wichtigen Hebel zur Entwicklung einer agilen und lernenden Organisation erkannt“*.

 

Auch die BWGV-Akademie hat 2019 Feedback und die agilen Führungsthemen in der Digitalisierung in ihr Portfolio aufgenommen. Starten Sie mit uns in die Dimensionen des New Work: