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„Führungskräfte müssen duale Kompetenz haben. [Sie] müssen im digitalen, wie auch im analogen Arbeitskontext Präsenz zeigen, und zwar soziale Präsenz (Fühlen), kognitive Präsenz (Verstehen) und Führungspräsenz (Orientierung geben).“ So beschreibt Prof. Dr. Dirk Lippold die Anforderungen an Digital Leadership*. Dualismus ist dabei ein spannendes Stichwort, denn tatsächlich besteht er wie im Zitat bereits angedeutet nicht nur zwischen analogen und digitalen Fähigkeiten, sondern auch zwischen geeigneten Führungsinstrumenten auf der einen und den Anforderungen an die Führungspersönlichkeit auf der anderen Seite.

Der einsame Entscheider mit dem mehr oder weniger exklusiven Fachwissen und Insiderinformationen ist heute bereits Geschichte – oder sollte es zumindest sein, verfolgt man die Diskussionsforen zu moderner und zukünftiger Führungsarbeit. Was zählt, sind zwar weiterhin fachliche Kenntnisse, vor allem im technischen und – natürlich –  betriebswirtschaftlichen Management, jedoch wird diese Grundvoraussetzung mit einer Vielzahl an weiteren „Skills“ angereichert, die dazu auch noch extrem vielschichtig sind, denn „Führen“, „Verstehen“ und „Orientierung geben“ sind maximal die alleroberste Spitze eines umfangreichen Eisberges.

Dringt man weiter in dessen tiefere Ebenen vor, so lässt sich feststellen, dass tatsächlich eine duale Kombination aus Führungsinstrumenten und Aspekten der Führungspersönlichkeit sinnvoll ist, um sich den Kernfaktoren der Leadership-Rolle in digitalen Zeiten anzunähern. Einen interessanten und kompakt aus verschiedenen Studien zusammengefassten Überblick bietet hier Prof. Dr. Thorsten Petry in einem Interview** zu den Veränderungen im zukünftigen Führungsalltag. „Wichtige Persönlichkeitsmerkmale/Kompetenzen“ sind demnach:

 

  • „Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem (ob Arbeitsmodelle, Techniken, Denkweisen) und Bereitschaft zur Veränderung – basierend u.a. auf gro[ß]em digitalem Fachwissen – und eine konsequente Ausrichtung darauf, was dem Kunden Nutzen bringt
     
  • Begeisterungsfähigkeit für gemeinsame Ziele verbunden mit der Gabe, Mitarbeitende empathisch wahrzunehmen und sie für die gemeinsamen Projekte motivieren zu können
     
  • Teamführung in dem Sinne, dass man gro[ß]zügig Infos verteilt, Verantwortung an kompetente Mitarbeiter abgibt und Teams immer wieder neu vernetzt je nach Projekten, Zielen, Fähigkeiten
     
  • Kommunikations- und Konfliktfähigkeit, die sich darin zeigt, dass man sich auf Gespräche einlässt, kontinuierlich Feedbacks gibt und auch entgegennimmt und Konflikte angeht und nicht ausblendet
     
  • Netzwerken – nach innen und au[ß]en: Networking ist viel mehr als einfach ein bisschen Smalltalk – also heißt es, sich zukünftig mehr Zeit zu nehmen und die Kontakte im Alltag auch wirklich zu nützen.
     
  • Fordern und fördern ist noch aktueller als bisher – gilt es doch die eigenen Mitarbeiter darin zu unterstützen, über aktuelle Skills zu verfügen, Innovationen auszuprobieren und Fehler machen zu lassen.“

 

Dies alles als Führungskraft quasi in Personalunion umzusetzen, ist und bleibt ein hoher Anspruch und eine große Herausforderung, zumal im Moment gerade im Bereich des Leadership vieles in Bewegung ist. Haben Sie Praxisfälle, für die Sie sich Unterstützung wünschen und wollen Sie sich in diesem Bereich weiter qualifizieren? Unser Portfolio bietet Ihnen die Möglichkeit dazu. Sehen sie selbst: